Der vierzehnte Stein by Fred Vargas

Der vierzehnte Stein by Fred Vargas

Author:Fred Vargas [Vargas, Fred]
Language: deu
Format: epub
Published: 2012-12-06T16:00:00+00:00


Trotz all seiner Entschlüsse war Adamsberg nicht in der Lage, über die unfaßbare Fügung nachzudenken, die ihn am anderen Ende der Welt auf den Dreizack stoßen ließ. Tote reisen schnell, wie der Blitz. Er hatte diese Gefahr in der kleinen Montrealer Kirche geahnt, als Vivaldi ihm zuflüsterte, Fulgence sei informiert darüber, daß er ihn fortan wieder jage, und ihm riet, sich vor ihm in acht zu nehmen. Vivaldi, der Richter, das Quintett – das war alles, was er sich noch sagen konnte, bevor er einschlief.

Um sechs Uhr morgens Ortszeit klopfte Retancourt an seine Tür. Die Haare noch feucht, hatte er sich gerade erst angezogen, und die Aussicht, daß dieser schwierige Tag durch ein Gespräch mit seinem eisernen Lieutenant eröffnet werden würde, schien ihm nicht sehr verheißungsvoll. Er hätte sich lieber hingelegt, um nachzudenken, das heißt, zwischen den Millionen Partikeln seines Verstandes umherzuschweifen, die in ihren verfluchten Wabenzellen total durcheinandergeraten waren. Doch Retancourt setzte sich ruhig auf das Bett und stellte eine Thermosflasche mit richtigem Kaffee -wie hatte sie das bloß bewerkstelligt? –, zwei Tassen und frische Brötchen auf das niedrige Tischchen.

»Das habe ich unten besorgt«, erklärte sie. »Falls die beiden Cochs auftauchen, haben wir hier mehr Ruhe zum Reden. Die Visage von Mitch Portelance würde mir den Appetit verderben.«



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